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Schiedsrichter Nachwuchskonzept
Veröffentlicht von Henry Müller   
Mittwoch, 16. November 2016, 12:46 Uhr

Schiedsrichter-Nachwuchskonzept des
Fußballkreises Niederlausitz

 


1. Vorbemerkungen


Das Nachwuchskonzept richtet sich sowohl an Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, die die Anwärterprüfung erfolgreich abgelegt haben und ihre ersten Schritte als Schiedsrichter im FKNL gehen, als auch an Schiedsrichter/innen, die durch eine günstige Altersstruktur und ihren gezeigten Leistungen für den langfristigen Übergang in Spielklassen des Fußballandesverbandes Brandenburg geeignet sind. Dieses Konzept legt den Rahmen der Förderung und Forderung der Schiedsrichter fest.



2. Begleitung von Schiedsrichtern nach der Anwärterprüfung in den ersten 6 Monaten

 

Schiedsrichter/innen, die den Anwärterlehrgang erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten, wenn dies von ihnen gewünscht wird, in ihren ersten Spielen einen Anwärter-Paten, mit dem sie nach Möglichkeit in den ersten sechs Monaten angesetzt werden. Sie begleiten in diesen sechs Monaten ihren Anwärter-Paten als Schiedsrichterassistent. Der Pate wird nach regionalen (Wohnort) und kompetenzorientierten (Fähigkeit, einen Anwärter zu begleiten) Kriterien vom Schiedsrichterausschuss des FKNL zugeordnet. Nach den ersten 3 Monaten als Schiedsrichterassistent sendet der „Schiedsrichter-Anfänger“ einen Reflexionsbogen an das für Nachwuchsarbeit verantwortliche Ausschussmitglied des SRA. Dieser Reflexionsbogen sollte vor dem Versenden mit dem Schiedsrichter-Paten besprochen werden. In dem Reflexionsbogen werden Stärken, Reserven und Probleme thematisiert, auf die bei dringlicher Relevanz sofort vom SRA reagiert werden kann. Nach Ablauf der 6 Monate wird erneut ein Reflexionsbogen ausgefüllt. In diesem schätzt der Anwärter-Pate auch die Fähigkeit und Bereitschaft des „Schiedsrichter-Anfängers“ ein, selbst ein Spiel als verantwortlicher Schiedsrichter zu leiten. Liegt die Bereitschaft vor, erfolgt im weiteren Verlauf eine Schiedsrichteransetzung, in welcher der Anwärter-Pate als Assistent fungiert. Dieses Spiel wird von keinem Beobachter des Fußballkreises Niederlausitz begleitet, um zusätzlichen Druck zu vermeiden. Der anwesende Anwärter-Pate wertet das Spiel mit dem „Schiedsrichter-Anfänger“ aus und gibt eine schriftliche oder telefonische Rückmeldung an ein Mitglied des SRA. Anhand dieser Rückmeldung entscheidet der SRA individuell, ob zeitnah weitere Ansetzungen als Schiedsrichter folgen können. Als Ansprechpartner fungieren stets alle Mitglieder des SRA und vorrangig der Anwärter-Pate.

 

 

3. Der Förderkader


Der Förderkader des FKNL setzt sich aus Schiedsrichtern/-innen zusammen, die das 25. Lebensjahr noch nicht abgeschlossen haben und durch ihre gezeigte Einsatzbereitschaft und Leistung für höhere Spielklassen geeignet scheinen. Die Zusammensetzung des Förderkaders wird durch den SRA des FKNL bestimmt. Der Förderkader versteht sich als zusätzliche Förderung für die berufenen Schiedsrichter/innen und ist im Falle einer Berufung keine Pflicht. Im Rahmen des Förderkaderprogramms finden in einem Spieljahr vier obligatorische Lehrgänge statt. Außerdem werden die Schiedsrichter/innen durch die Online-Lernen-Plattform des DFBs begleitet (Kommunikation, zusätzliche Materialien, Videoszenen usw.). Der Förderkader ist verpflichtet, das Hausregeltraining aus den Brandenburgischen Fußballnachichten zu bearbeiten und einzusenden. Zusätzlich zu der genannten Unterstützung erhält jedes Mitglied einen persönlichen Coach. Die Coaches werden durch den SRA benannt und eingeteilt. Als Coaches fungieren Mitglieder des SRA, Beobachter des FKNL und Schiedsrichter, die im FLB-Bereich tätig waren oder sind.


Ein Coach des FKNL wird mit der besonderen Aufgabe betraut, einen ihm anvertrauten SR während einer Saison in besonderem Maße zu begleiten und zu fördern. Der Coach hat dabei insbesondere folgende Funktionen zu erfüllen:


1. Hilfestellung bei der Entwicklung des SR‘s während der Saison
2. Begleitung des SR‘s im Rahmen eines Spielauftrages (ggf. mehrerer Spielaufträge) Hilfestellung bei der Entwicklung: Durch Verbesserungsvorschläge soll das Leistungspotenzial des SR‘s systematisch weiterentwickelt werden. Dies bezieht sich nicht nur auf die Beobachtungen, bei denen der Coach selbst vor Ort war, sondern vor allem auf die Nachbesprechung der Spiele, bei denen der Coach nicht anwesend war. Die unten aufgeführten Hinweise sollen dazu beitragen, diese Hilfestellungen zu systematisieren. Die Begleitung des SR‘s im Rahmen eines Spielauftrages erfolgt durch eine Beobachtung möglichst zu Beginn der Saison und eine Beobachtung durch den Coach möglichst zum Ende der Saison. Dies soll dem Coach ermöglichen, eine bessere Einschätzung der Entwicklung „seines Schützlings“ vorzunehmen. Bei der Analyse des jeweiligen Spiels soll der Coach dem SR ein
Feedback über positive und negative Aspekte seiner Spielleitung geben. Dabei sollen Lösungswege aufgezeigt werden, wie Fehler in Zukunft vermieden werden können. Der Beobachter bestätigt anhand von Beispielen die Richtigkeit von Entscheidungen ebenso wie festgestellte Defizite oder
Mängel. Absolut im Vordergrund stehen dabei die Analyse der Spielleitung und die gemeinsame Erarbeitung möglicher Verbesserungsvorschläge. Keinesfalls soll der Coach lediglich die Fehler aufzeigen. Vielmehr soll er als erfahrener Fachmann dazu beitragen, dem Team vor, während und
nach dem Spiel die Ruhe und Gelassenheit zu vermitteln, die es braucht, um mit der notwendigen Souveränität die Aufgabe der Spielleitung zu bewältigen. Ausdrücklich versteht sich der Coach dabei als Begleiter und Partner des SR-Teams (insbesondere bei besonderen Vorkommnissen).
Tipps und Regeln zum Coaching Das Coaching dient nicht der Überwachung und Kontrolle des SR‘s. Zwar erhält der SR ein detailliertes Leistungsfeedback durch den Coach, im Vordergrund steht jedoch die persönliche Weiterentwicklung des SR‘s (auf und neben dem Spielfeld). Daher sollte der Coach die folgenden grundsätzlichen Überlegungen und Prinzipien beachten:


Zu Beginn der Saison sollte der Coach wenigstens einmal Kontakt zu seinem SR aufnehmen, um sich gegenseitig kennenzulernen und Absprachen bezüglich des Coachings und der gemeinsamenVorgehensweise zu besprechen (Wie oft und vornehmlich auf welche Art und Weise soll sich der SR
beim Coach melden (Email, Telefon, von Angesicht zu Angesicht)).
Es wird angestrebt, dass Spielleitungen, in der für den jeweiligen SR höchsten Spielklasse, in einer Nachbesprechung noch einmal zusammen mit dem Coach analysiert werden können. Dazu kann sowohl der Beobachtungsbogen, als auch eigene Fragen und Probleme des Schiedsrichters,
unabhängig von der Beobachtung, zweckdienlich sein.

Der Coach ist stetiger Ansprechpartner fürden Schiedsrichter.
Zum Ende einer Saison füllt der Coach einen Reflexionsbogen aus, in dem der Entwicklungsverlauf des Schiedsrichters deutlich wird. Welche Fortschritte wurden erreicht? Was sind besondere Stärken des SR und welche Reserven besitzt er? Der Reflexionsbogen sollte mit dem Schiedsrichter vor dem Versenden an das für Nachwuchsarbeit verantwortlichen Mitgliedes des SRA ausgewertet werden.

 

 

(adaptiert nach dem Nachwuchskonzept des FLB´s)

 
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