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Ü35 HARTISTE-Hallenmasters
Veröffentlicht von J.Sünder   
Montag, 21. Dezember 2015, 16:25 Uhr
Ströbitz auch in der Halle entthront - Dissenchen Überraschungsmeister

Fünfzehn Altligateams der Ü35 tummelten sich am Samstagnachmittag in der Lausitz Arena, um den Sieger des HARTISTE Hallenmasters 2015 zu ermitteln. In drei Gruppen wurde in beiden Hallen der Arena mit 30 Spielen jeweils zehnminütiger Spielzeit die Vorrunde bestritten. Leider fand dieses Turnier wenig Zuschauerresonanz. Beispielgebend in dieser Hinsicht war der lautstarke Fanblock von Rot Weiß Merzdorf, der zumindest bei den Spielen seines Teams Stimmung in die Halle brachte. Die Vorrunde war aber auch nicht für große Stimmung angetan, denn in den Gruppen A und B qualifizierten sich Kahren, Spremberg, Ströbitz, Peitz und Drachhausen eindeutig für das Viertelfinale. Lediglich in Gruppe C entschied erst das letzte Vorrundenspiel des gesamten Turniers über die endgültige Be- und ansetzung der folgenden vier Partien. Der SV Dissenchen bezwang die SG Guben, sicherte sich damit den Gruppensieg vor den punktgleichen Gubenern und Merzdorf. Überraschend wurde damit das Ausscheiden des Kolkwitzer SV besiegelt.

Mit dem Viertelfinale begann dann das Turnier so richtig. Gleich im ersten Spiel brauchte der Spremberger SV gegen Eintracht Peitz das Neunmeterschießen, um nach dem 1:1 nach regulärer Spielzeit weiterzukommen. Wacker Ströbitz zeigte danach der SG Guben beim 4:0 deutlich die Grenzen auf, kam durch Konter gegen die recht lockere Deckung der Neißestädter leicht zu den Toren. Noch deutlicher setzte sich der SV Dissenchen beim 5:0 gegen die SG Drachhausen durch. Und schließlich nutzte den Merzdorfern alle Fanunterstützung nichts. Die abgezockten Kahrener konterten sich eiskalt zum 2:0 Erfolg.

Im ersten Halbfinale setzte sich Wacker knapp mit 1:0 gegen Spremberg durch. Entscheidend für den Sieg war, dass bei Ströbitz mit Mario Duck ein gelernter Torhüter zwischen den Pfosten stand, der mehrmals großartig Spremberger Tore verhinderte. Ein wahres Hallenspektakel lieferten dann der SV Dissenchen und der Kahrener SV im zweiten Halbfinale. Die von Beginn an die Offensive suchenden Dissenchener sahen sich nach zwei Minuten zweimal ausgekontert mit 0:2 im Rückstand. Sie blieben ihrer Spielweise treu und hatten drei Minuten später das Spiel zum 3:2 gedreht. Dann agierte der SVD vorsichtiger und konterte selbst in der Schlussminute zum entscheidenden 4:2.

Im "kleinen Finale", welches im Neunmeterschießen ausgetragen wurde, zeigte Michael Sarodnik mit zwei gehaltenen Bällen auch seine Qualitäten im Tor und legte damit die Grundlage für den 2:1 Erfolg des Spremberger über den Kahrener SV.

Im Finale begegnete der SV Dissenchen dem Favoriten aus Ströbitz mit sehr defensiver Spielweise, die erstaunlicherweise in der Halle auch funktionierte. Ein schneller Gegenangriff brachte den SVD in die Vorhand und fortan wurde richtig Beton angerührt, gegen den Wacker kein Mittel fand. 90 Sekunden vor dem Ende glückte Dissenchen mit dem zweiten Treffer die Vorentscheidung, so dass der Ströbitzer Anschlusstreffer unmittelbar vor dem Schlusspfiff nur noch die berühmte Ergebniskosmetik war.

Somit wird der SV Dissenchen den Fußballkreis Niederlausitz bei der Hallen-Landesmeisterschaft am 21. Februar in Premnitz vertreten.


Jürgen Sünder

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